Am 28.10.2010 ist das Gesetz über die Anwendung des Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung von Geldstrafen und Geldbußen in Kraft getreten. Damit wurde zum ersten Mal auf EU-Ebene die Zusammen-arbeit in Strafsachen vereinheitlich. Neben der Geldsanktion können auch Entschädigungs- zahlungen an Opfer, sowie Geldsanktionen zu Gunsten der öffentlichen Kasse oder Organisationen zur Unterstützung von Opfern festgesetzt werden. Der Rechtsschutz wird wie bisher auch durch einen Einspruch gewahrt. Es ist das Amtsgericht des Wohnsitzes zuständig, so dass dies besser als nach deutschem Recht, nicht zu weiten Anfahrten in den ausstellenden EU Staat kommen muss. Würde man wegen eine Geldstrafe aus Sizilien über 300,00 € nach Sizilien fahren müssen, dann wäre kein Rechtsschutz mehr gewährt.